Einreichung Digitale Kultur 2008-2 Visualize Peace
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Daten
Projekt/Einrichtungsname: Visualize Peace
Einreichung bei: Digitale Kultur
Einreichende(r): Peace In Action - http://www.peaceinaction.net
Fördersumme: 12519 EUR
Kurzbeschreibung
Konflikte gehören zum gesellschaftlichen Alltag, werden jedoch meist nur in ihren negativen Ausprägungen wahrgenommen und dargestellt. Entgegen der Darstellung von Gewalt, Sexismus und Fremdenfeindlichkeit, wird im Projekt Visualize Peace bewusst auf die Verwendung dieser Schockelemente verzichtet. Über kooperierende VJ-Plattformen werden junge MedienkünstlerInnen (Zielgröße: 500) eingeladen, positive Visionen in Form von Visuals zu erarbeiten und Botschaften des Friedens in die Partyszene und in den öffentlichen Raum zu tragen! Anstelle von Brutalität oder Flower Power bringen VisualistInnen positiven Frieden auf die Screens – ein Beitrag von Peace in Action (PIA!) zum Aufbau einer jungen Kultur des friedlichen, engagierten Miteinanders.
Visualize Peace ist ein Wettbewerb für VisualistInnen und ruft dazu auf, Beiträge zum Thema positive Frieden zu gestalten. Dieser Begriff umfasst mehr als die bloße Abwesenheit von Krieg. Positiver Friede bedeutet, das Potential für kreative Konflikttransformation zu fördern und gewaltfreie Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Kunst, in diesem Fall Visual Art, nimmt die wichtige Rolle als Vermittlerin ein. Visualize Peace regt zur aktiven Auseinandersetzung mit Frieden an. Während der von den Vereinten Nationen ausgerufenen Dekade für eine Kultur des Friedens und der Gewaltlosigkeit (2001-2010) wird damit ein konkreter und fassbarer österreichischer Beitrag zu einer Kultur des Friedens geschaffen!
Ausführliche Beschreibung
Gewalt unter Jugendlichen ist in den letzten Jahren zu einem wichtigen und medial präsenten Thema geworden. Gewalt als „Konfliktlösungsstrategie“ unter Jugendlichen, an Schulen und in Jugendzentren, beschäftigt Politik, PädagogInnen, Medien und Öffentlichkeit gleichermaßen. Je früher und vielfältiger Gewaltprävention ansetzt, umso besser. Alternativen zur Vermittlung von Konfliktkompetenz im Unterricht und in den Familien, die neue und vor allem jugendgerechte Kommunikationsmittel wählen, sind gefragt. Genau hier setzt das Projekt Visualize Peace an.Visualize Peace setzt einerseits kreative Impulse für Gewaltfreiheit auf Seiten prägender Akteure der Jugendkultur und trägt andererseits visuelle Ideen für eine Kultur des Friedens in die Öffentlichkeit. Das Projekt ist in der Szene über die einschlägigen VisualistInnen-Netzwerke präsent und im Internet für das interessierte Publikum abrufbar. Über Public Screenings und die Verfügbarkeit für Partyveranstalter werden Bilder positiven Friedens an vielen Orten sichtbar.
Die Ausschreibung eines Wettbewerbs soll die VisualistInnen dazu animieren, ihre Kreativität in eine neue Richtung zu entwickeln. Die VisualistInnen nützen ihr künstlerisches Potential, um ein positives ‚Statement’ im jugendlichen Lebensraum, der Musik- und Partyszene, zu setzen. Die Verankerung des Projekts in der Jugend- und Populärkultur ermöglicht einen unkonventionellen, kreativen und niederschwelligen Zugang zu einem großen Publikum.
In der ersten Phase des zwölfmonatigen Projekts werden die eingereichten Visuals gesammelt und im zweiten Schritt sowohl einer Jury als auch via Internet einem public voting zugänglich gemacht. Visualize Peace wendet sich damit an die Jugendszene selbst und an die Öffentlichkeit, so dass eine breite Partizipation am Projekt erreicht wird. Die entstehenden Visuals finden nicht nur in der Jugend- und Populärkultur Eingang, sondern werden auch in die Öffentlichkeit getragen. Die Beiträge werden über Public Screening, öffentliche Vorstellungen (Salon Projectionist, Linz09, etc.) und Veranstaltungen in Clubs einem breiten Publikum zugänglich gemacht, wodurch ein Raum des Dialogs zwischen Alltags- und Jugendkultur eröffnet wird. Als eine nonverbale Kommunikations- und Kunstform bietet Visual Art eine kreative Methode, den Dialog zwischen Kulturen und auch zwischen Generationen entstehen zu lassen.
Darüber hinaus werden neue Gruppen für die Entstehung von Visuals und für das Thema Frieden interessiert. Es ist vorgesehen, dass es in Wien für Jugendliche und alle Interessierten einen öffentlich zugänglichen Computer gibt, auf dem das Projekt präsentiert wird. Dabei werden Ansätze zur Erstellung von Visuals erlebbar. Gedankenanstöße zum Thema Frieden laden dazu ein, eigene Gedanken, Wünsche und Anregungen in den Prozess einzubringen. Durch diese Verknüpfung von technischem und gesellschaftlichem Lernen wird spielerisch mitgewirkt und es entsteht eine noch größere Breitenwirkung für das Projekt.
Durch ein internetbasiertes Public Voting System findet die interessierte Öffentlichkeit einen modernen und unkomplizierten Zugang, sich an dem Auswahlverfahren direkt zu beteiligen. Alle Ergebnisse werden über die eigens errichtete Website abrufbar sein, was eine leichte Verbreitung erlaubt. Die entstandenen ‚Friedensvisionen’ verbreiten sich somit über das world wide web, dem vielleicht einzigen Raum, in welchem Hautfarbe, Geschlecht oder Alter keine diskriminierende Rolle einnehmen können. Ziel ist hierbei die Einbindung der jugendlichen Zielgruppe in den Entscheidungsprozess, das Interesse für Friedenskultur durch Beteiligung zu wecken.
Entstehen wird eine DVD (Stückzahl: 3000) aus den besten 21 Visuals, die in Phase III bei Abschlussveranstaltungen in Wien, Linz und anderen Städten in Österreich und Deutschland präsentiert werden wird. Sie wird öffentlichen und privaten NutzerInnen zum kostenlosen Bezug zur Verfügung stehen und die Nachhaltigkeit des Projekts gewährleisten. So erreichen die Ergebnisse des Projekts ihr größtes Publikum und haben die Chance, die Party- und Kunstszene und Öffentlichkeit positiv zu prägen. Zusätzlich können die KünstlerInnen ihren Bekanntheitsgrad erhöhen, ihre Kontakte werden auf der DVD vermerkt sein. Damit werden die jungen KünstlerInnen gefördert und die Idee des Projekts auch lange nach dessen Abschluss weitergetragen.Verwendung d. Fördergelder
| Durchführung | 4080€ |
| Ausschreibung | 5476€ |
| Partizipation Wien | 940€ |
| Präsentation | 300€ |
| Jury | 150€ |
| DVDs | 500€ |
| Zwischensumme | 11446€ |
| 5% Reservebudget (unvohergesehene Kosten) | 572€ |
| 7% Overheadkosten | 801€ |
| Kosten Gesamt | 12519€ |
Neben netznetz wird noch bei anderen Förderstellen angesucht.
Querverbindungen zu anderen Projekten aus der Szene
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Zeitplan
Phase I: Vorbereitung & Probephase November 2009 – Dezember 2009
Der Wettbewerb wird über eine eigene Website, Plattformen für VisualistInnen und über fachspezifische Medien bekannt gemacht. Diese muss konzipiert, organisiert, programmiert und designt werden und dann im Internet platziert werden. Die Seite soll an einem öffentlichen Ort mit hoher Zuschauerfrequenz in einem Wiener Bezirk vorgestellt werden und erst Rückmeldungen von Interessierten werden zu Anregungen für die inhaltliche Fortgestaltung.
Phase II: Ausschreibung Jänner 2009 – März 2009
Ein weiterer Aufruf und eine größere öffentliche Präsentation wird auch am 21.03.09 im Rahmen einer Kick-Off Veranstaltung stattfinden. Hier wird mit Visuals von Projektpartnern (eyecon) die Neugier geweckt, zur Teilnahme aufgerufen und der offizielle Startschuss für das Projekt gegeben.
Phase III: Auswahl April 2009 – August 2009
Alle Einsendungen werden über einen Zeitraum von zwei Monaten gesammelt und auf einer Website der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ab Juli sind die Visuals zwei Wochen lang im Salon Projektionist in Wien (eyecon) zu bestaunen. Darüber hinaus bieten wir Jugendlichen eine Möglichkeit, selbst an einem öffentlich zugänglichen Computer Visuals zu kreieren und Gedanken zum Frieden einzubringen. Mittels eines Public Votings (via Internet) und durch eine qualifizierte Jury – ausgewählte Persönlichkeiten aus Kunst und Medien – werden im August die GewinnerInnen ermittelt.
Phase IV: Präsentation und Publikation August 2009 – 21. September 2009
Bei der Abschlussveranstaltung in Wien am Internationalen Friedenstag, dem 21. September, werden die GewinnerInnen prämiert. Zusammengestellt aus den 21 besten Beiträgen entsteht eine DVD (Auflage 3.000 Stk.), die bei Veranstaltungen in Wien, Linz (Linz09, angefragt) und anderen Städten präsentiert wird. Es soll auf breite mediale Abdeckung geachtet werden, inklusive Regionalfernsehen und Online-Medien. Eine parallele Veranstaltung in Deutschland ist in Planung.
Phase V: Auswertung und Verteilung 22. September 2009 – Oktober 2009
Die DVD wird sowohl bei der Prämierung erhältlich sein als auch über die Homepage von Peace in Action gegen Übernahme der Portokosten zu beziehen sein. Die DVD soll öffentlichen und privaten NutzerInnen (auch bei kleineren Veranstaltungen) zur Verfügung stehen. So erreichen die Ergebnisse des Projekts ihr größtes Publikum. Zusätzlich können die KünstlerInnen ihren Bekanntheitsgrad erhöhen, ihre Kontakte werden auf der DVD vermerkt sein. Es erfolgt eine Evaluierung des Projekts in Form von geforderten Berichten und in Form einer Bilanz auf der PIA-Homepage.

